4. Selbstverantwortung

Glücklich – sein oder nicht sein?
Das entscheide ich!

Bevor alles beginnt

Ich war lange unsicher, worüber mein nächster Beitrag handeln soll.
Viele Themen habe ich angestoßen – und wieder verworfen.

Doch das Thema „Glücklichsein“ hat mich nicht losgelassen. Es ist so vielschichtig und tief, dass ein Schlussstrich kaum möglich scheint.
Es gibt noch so viele neue Ansätze, so viele Facetten, die für ein glückliches und erfülltes Leben bedeutsam sein können. Themen, die ich mir gerne genauer anschauen möchte.

Ich bin mittlerweile überzeugt: Fast alles im Leben dreht sich – auf die eine oder andere Weise – um genau das: Glück und Erfüllung.
Was auch immer diese Begriffe für jeden von uns bedeuten mögen.

Die letzten Wochen waren intensiv, berührend und stellenweise auch anstrengend: Weihnachten, die Rau(h)nächte, Neujahr, mein Geburtstag …

Viele Ereignisse. Viele Gedanken. Viele Gefühle.

Mit dem Jahreswechsel kommen diese besonderen Tage, an denen wir innehalten, zurückschauen, Bilanz ziehen.
Wir lassen das vergangene Jahr Revue passieren, denken über das Leben nach – über Sinn, Richtung, Neubeginn.

Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?
Was bringt das neue Jahr – und wie soll mein Leben aussehen?

Gedanken über das Leben zu machen – wunderbar.
Neue Ideen zu entwickeln, Ziele zu formulieren – großartig.
Aber Sinn ergibt das alles erst dann, wenn wir uns tatsächlich auf den Weg machen.

Oder wie Dante Alighieri es auf den Punkt bringt:
„Die Welt wird nicht von denen geformt, die darüber nachdenken – sondern von denen, die handeln.“

Oma Lucia – die Stimme in mir

Ich musste an meine Oma Lucia denken, die für mich der Konfuzius der Familie war – die Poetin, die gute Seele.
Immer hatte sie einen klugen Spruch auf den Lippen und trug ihr Herz förmlich auf der Zunge. Sie war meine Lebensweise.

Sie war vor allem bei meinen Schulkollegen (wir waren damals in der 10./11. Klasse) sehr beliebt. Unsere Tür stand immer für alle offen, die Hütte war fast immer voll.
Unsere Wohnung war eine Art Treffpunkt und Zuflucht zugleich.

Meine Oma war eine Macherin. Wenn das Leben mal wieder einen Streich gespielt hat, wurde nicht gejammert, sondern gehandelt.
Sie hat oft einen Satz gesagt, an den ich in den letzten Tagen denken musste – und der mich zu diesem Beitrag inspiriert hat:

„Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.“

Damit war gemeint, dass – egal was gerade passiert – jeder Mensch allein die Verantwortung für sein Leben trägt.

Selbstverantwortung heißt: Regie führen

In einer Welt, die von äußeren Einflüssen, gesellschaftlichen Erwartungen und unvorhersehbaren Herausforderungen geprägt ist, ist die Versuchung groß, die Verantwortung für das, was passiert, an andere Menschen, Umstände oder Situationen abzugeben.

„Ich kann ja nichts dafür. Die anderen sind schuld. Die Lage ist gerade ungünstig. Ich hatte keine Wahl. Das ist Schicksal …“

Wie oft haben wir solche Sätze gehört – oder selbst gesagt?

Was würde meine Oma wohl dazu sagen?

„Hör auf zu jammern. Krempele die Ärmel hoch und pack es an.
Dein Leben. Deine Verantwortung.“

Das hätte sie gesagt. Und sie hätte recht gehabt.

Die Übernahme von Selbstverantwortung ist für mich ein wichtiger – wenn nicht der entscheidende – Schritt zu einem erfüllten und selbstbestimmten Leben. Ohne Wenn und Aber.

Was bedeutet Selbstverantwortung für mich?

Ganz einfach: Sie heißt, die Regie für mein eigenes Leben zu übernehmen und aktiv die Zügel in die Hand zu nehmen.
Was meine ich damit?

Ich schreibe das Drehbuch. Ich übernehme bewusst die Kontrolle über mein Leben.
Ich gestalte – und spiele – die Hauptrolle in meinem eigenen Lebensdrama.
Ich lebe mein Leben.

Wow.
Wieder so eine schlaue Geschichte, die sich viel einfacher anhört, als sie tatsächlich ist, oder?

Was uns oft zurückhält

Warum ist Selbstverantwortung so wichtig?

Weil wir – sobald wir die Verantwortung für unser Leben übernehmen – ein tiefes Gefühl von Selbstbestimmung entwickeln.
Ein Gefühl, das uns stärkt, beflügelt, wachsen lässt.
Yes, I can.

Wir sind nicht länger Spielball der Umstände.
Wir schauen nicht nur zu – wir gestalten.
Wir schreiben unser eigenes Drehbuch.
Wir bestimmen den Verlauf.
Wir sind der Schöpfer.

Und mal ehrlich: Wer möchte das nicht?

Wir alle sehnen uns – auf unsere eigene Weise – nach einem erfüllten, glücklichen, unkomplizierten, lebendigen Leben.
Was hindert uns also daran, wirklich danach zu handeln?
Die eigenen Ziele konsequent umzusetzen?
Dem inneren Nordstern zu folgen?

Oft ist es die Bequemlichkeit – die Komfortzone ist halt gemütlich.
Oder die Angst vor Anstrengung.
Manchmal fehlt die Motivation, das Durchhaltevermögen – oder die Disziplin.
Und ja: Ausreden gibt es wie Sand am Meer.

Doch das wahre Hindernis liegt oft tiefer:
Es sind unsere Glaubenssätze, die uns bremsen – lange bevor wir losgehen.

Gedanken wie:
„Ich kann eh nichts ändern.“
„Das Leben ist, wie es ist.“
Kommt dir das bekannt vor?

Jeder lebt in seiner eigenen Welt, mit eigenen Maßstäben, Grenzen, Sichtweisen.

In meiner Welt möchte ich genau dort ansetzen:
Meine Gedanken überprüfen.
Meine Perspektive verschieben.
Den Fokus neu ausrichten.

„Das Leben ist, wie es ist. Aber das Beste daran ist:
Es wird das, was ich daraus mache.“

Unsere Haltung – das, was wir über uns selbst und die Welt glauben – entscheidet, wie wir handeln.
Oder ob wir überhaupt handeln.

Ein starrer Glaubenssatz wirkt wie ein unsichtbarer Käfig.
Eine Box, in der wir uns selbst gefangen halten.

Schon allein der Wunsch, das zu erkennen – und zu verändern –
ist für mich ein Meilenschritt.
Auf dem Weg zu mir selbst.
Zum Glück.
Zum erfüllten Leben.

Ein großes Thema.
Eins, das mich noch lange begleiten wird.

Wenn Fragen die Antwort sind

Ein Schritt zurück …

Selbstverantwortung heißt auch: innehalten – und ehrlich hinsehen.
Was für ein Leben möchte ich führen?
Und was braucht es, um dorthin zu kommen?

Solche Fragen stellen wir uns nicht zwischen Tür und Angel.
Sie fordern uns heraus.
Sie führen uns dorthin, wo wir uns selbst kaum ausweichen können.

Bin ich gerade wirklich glücklich?
Lebe ich so, wie ich es mir wünsche?
Was in mir ruft nach Veränderung?

Nicht alle Antworten kommen sofort.
Aber der Mut, sie zu suchen, verändert bereits alles.

Denn wer sich selbst begegnet,
kommt dem eigenen Leben ein Stück näher.

Mein Leben – meine Entscheidung

Das Thema betrifft fast jeden – auf die eine oder andere Weise.
Und nein, es muss nicht immer gleich um die großen Fragen des Lebens gehen.
Das Leben besteht aus vielen kleinen Momenten – und genau dort finden wir oft die klarsten Beispiele.

Aus meiner Welt 😊:
Ich möchte wieder zu meiner schlankeren Figur zurückfinden.
Jammern bringt mich nicht weiter – nur Handeln.

Also frage ich mich:
Wie esse ich?
Was bewegt mich innerlich?
Welche Ziele kann ich setzen – und auch wirklich umsetzen?

Im Kern bedeutet das:
– Herausforderungen annehmen
– das Ziel im Blick behalten
– bewusste Entscheidungen treffen
– konstruktive Lösungen finden

Und ganz wichtig:
Die Konsequenzen dieser Entscheidungen annehmen – mit Klarheit und Verantwortung.

Denn es liegt an uns – allein – wie wir uns verhalten.
Was wir unternehmen.
Und was wir eben nicht tun.

Wie genau und mit welchen Mitteln wir unsere Ziele erreichen können,
darauf komme ich in einem der nächsten Beiträge zurück.
Denn auch hier spielen sie wieder mit:
Glaubenssätze und innere Überzeugungen – sie übernehmen die Hauptrolle.

Jeder Gedanke, den wir denken.
Jeder Schritt, den wir gehen.
Jede Entscheidung, die wir treffen.
All das formt das Bild unserer Existenz.

In allem – was wir tun oder lassen – tragen wir die Verantwortung.
Für unsere Realität.
Für unsere Zukunft.
Für unser Leben.

So gestalten wir aktiv unsere eigene Geschichte.
Die Welt um uns herum.
Und erschaffen – Schritt für Schritt – einen neuen Weg:
Einen Weg zu Erfüllung, Glück und Zufriedenheit.

Das Leben ist das wertvollste Geschenk, das wir bekommen haben.
Jeder Moment: kostbar, einzigartig, unwiederholbar.
Die Zeit ist unsere teuerste Währung – und wir sollten behutsam, bewusst und verantwortungsvoll mit ihr umgehen.

Umso wichtiger ist es für mich, selbst am Steuer meines Lebensschiffes zu stehen und den Kurs zu bestimmen – in Richtung meines Nordsterns.

Mein Leben.
Meine Entscheidungen.
Meine Verantwortung.

Und: Ich bereue nichts.
Denn jede Entscheidung, jeder Schritt hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin.

Und wir?
Wir sind noch lange nicht am Ende der Geschichte angekommen.
Die Reise geht weiter.

Die Fortsetzung folgt … Schaut gern wieder vorbei bei

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