5. Zurück im Licht

Glücklich – sein oder nicht sein?
Das entscheide ich!

Ich war nicht weg.
Ich war still

Ich war eine Weile verschwunden.
Aber nicht verloren.
Ich war leise.
Aber nicht weg.

Ich habe geatmet, geheilt, mich neu gespürt.
Und jetzt bin ich zurück.
Klarer. Weicher. Stärker.

Ich nehme wieder Platz ein.
In meinem Leben. In meiner Stimme.
In meinem Licht.

Willkommen zurück – Willkommen bei mir.

Zwischen Stille und Neubeginn

Im letzten Beitrag ging es um Selbstverantwortung – darum, das Steuer meines Lebens wieder in die Hand zu nehmen.

Doch bevor ich den Kurs neu setzen konnte, musste ich erst einmal treiben.
Ich musste still werden.

Denn ich habe gespürt:
Verantwortung beginnt nicht immer mit einem Schritt – sondern manchmal mit einem Atemzug.

Mit einem Innehalten.
Mit einem Moment der Leere,
aus dem langsam wieder etwas wachsen darf.

In den letzten Monaten habe ich genau das erlebt.
Ich habe mich verloren – und langsam wiedergefunden.
Nicht im Außen.
Nicht durch etwas.
Sondern in mir.

Wenn das Leben plötzlich nicht mehr passt

Es gab einen Moment, da war alles zu viel.
Zu laut. Zu schnell.
Zu bedeutungslos.

Und inmitten all dessen blieb meine Welt einfach stehen.
Kein Vor, kein Zurück – nur innere Unruhe.

Nach dem Abschied eines geliebten Menschen und großen Veränderungen im Außen hat etwas in mir nach einer anderen Sprache verlangt:
nicht nach Tun, sondern nach Sein.

Ich habe mich zurückgezogen.
Nicht weil ich aufgegeben habe, sondern weil ich wieder hören wollte, was meine Seele flüstert, wenn alles andere schweigt.

Es gibt Zeiten, da wirkt das Leben wie eine Landkarte ohne Wege.
Da wissen wir nicht, wo oben und wo unten ist, wo es hingeht – oder wo wir überhaupt stehen.

Es gibt Zeiten, da fühlen wir:
Das, was wir leben, passt nicht mehr zu uns.
Irgendetwas stimmt nicht – wir können es nicht greifen, aber wir spüren es.

Wir verlieren das Gefühl von Richtung.
Nicht weil wir versagt haben –  sondern weil sich etwas in uns verändern will.

Doch wie sollen wir einen neuen Weg gehen, wenn wir noch nicht wissen, wohin?

Vielleicht beginnt alles mit dem Mut, genau dort stehenzubleiben.
In diesem Nebel.
… Und auf die ersten leisen Antworten zu warten.

Die Weisheit im Rückzug 

Manchmal ist das Verlorensein gar kein Irrtum.
Sondern ein leiser Ruf: Loslassen.

Nicht nur Pläne oder To-do-Listen.
Sondern auch die Bilder, wie wir zu sein glauben.

Es geht nicht darum, sofort alle Antworten zu kennen.
Sondern langsamer zu werden.

Die Kontrolle ein Stück abzugeben, um Raum zu schaffen
für das, was entstehen will.

Vielleicht kommt die Richtung nicht von außen.
Vielleicht wächst sie in uns heran.
Und manchmal erkennen wir sie erst, wenn wir aufhören, nach ihr zu suchen.

Zeile für Zeile zurück ins Leben

Nach vielen Wochen des Rückzugs kam irgendwann der Punkt,
an dem ich spürte: Es ist Zeit.

Nicht für den großen Masterplan.
Nicht für perfekten Ziele.
Sondern für einen einzigen, leisen Schritt: zurück zum Schreiben.

Ich erinnerte mich daran, wie sehr Worte mich tragen.
Wie viel Klarheit im Ausdruck liegt.
Wie heilsam es ist, wieder eine Stimme zu haben – meine Stimme.

Ich wusste: Ich bin nicht mehr dieselbe.
Aber ich bin da.
Echter. Klarer.
Und bereit, neu zu beginnen.

Ich schreibe, um zu verstehen.
Ich schreibe, um zu fühlen.
Ich schreibe, um wieder in Kontakt mit mir zu kommen.

Nicht weil ich muss. Sondern weil ich darf.
Weil ich es mir erlaube.
Weil Worte mein Weg sind.

Vielleicht führt dieser Weg weiter ins Copywriting. Vielleicht nicht.
Aber das ist nicht der Punkt.
Es geht nicht darum, alles zu wissen.
Es geht darum, sich wieder in Bewegung zu setzen.

Vielleicht beginnt hier deine Geschichte

Wenn du das Gefühl hast, dich ein Stück verloren zu haben:
Du bist nicht allein.

Vielleicht ist genau das der Moment, in dem du dich auf eine neue Weise wiederfindest.

Bist du bereit, leise zu werden
und deiner eigenen Stimme zu lauschen?

Bist du bereit, deinen Kompass neu auszurichten und den ersten Schritt zu gehen, auch wenn der Weg noch nicht ganz klar ist?

Vielleicht ist genau jetzt dein Moment, still zu werden und zuzuhören.

Vielleicht beginnt genau hier deine nächste Geschichte.

So wie meine.

Wie es weitergeht?
Bleibt dran – die nächste Folge wartet schon auf Euch.

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